Futterumstellung beim Hund
Von Simone Einfeldt und Thomas Nocker · Veröffentlicht 09. September 2026 · Aktualisiert 21. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Stelle über 3 Wochenum, indem du den Anteil des neuen Futters jede Woche erhöhst. Weicher Kot in den ersten Tagen ist normal — der Darm passt sich an.
Der Umstellungsplan
| Zeitraum | Bisheriges Futter | Neues Futter |
|---|---|---|
| Tag 1–7 | 75 % | 25 % |
| Tag 8–14 | 50 % | 50 % |
| Tag 15–21 | 25 % | 75 % |
| ab Tag 22 | 0 % | 100 % |
Die Prozentangaben beziehen sich auf die Tagesration, nicht auf einzelne Mahlzeiten. Du kannst also morgens das alte und abends das neue Futter geben, solange das Verhältnis über den Tag stimmt.
Was in den ersten Tagen passiert
Der Verdauungstrakt ist auf eine bestimmte Nährstoffzusammensetzung eingestellt: Enzymproduktion und Darmflora passen sich an das an, was regelmäßig ankommt. Diese Umstellung dauert rund drei Tage. In dieser Zeit sind typisch:
- weicherer Kot oder häufigerer Kotabsatz
- vermehrte Blähungen
- veränderte Kotfarbe
- etwas mehr oder weniger Appetit
Das legt sich in der Regel von selbst. Nicht normal sind: wässriger Durchfall über mehrere Tage, Blut im Kot, wiederholtes Erbrechen, Apathie oder Fieber. Dann brichst du die Umstellung ab und gehst zum Tierarzt.
Die Menge neu berechnen
Der Fehler, der am häufigsten passiert: Die alte Grammzahl wird einfach auf das neue Futter übertragen. Das geht schief, sobald sich die Energiedichte unterscheidet — und die unterscheidet sich fast immer.
Rechne die neue Menge aus, bevor du anfängst. Der Futtermengen-Rechner braucht dafür nur das Gewicht deines Hundes und den Energiegehalt des neuen Futters.
Besonders groß ist der Unterschied beim Wechsel zwischen Nass- und Trockenfutter: Für dieselbe Energiemenge braucht dein Hund etwa die dreifache Menge Nassfutter. Warum das so ist, steht unter Nassfutter oder Trockenfutter.
Wenn der Hund das neue Futter verweigert
Erst einmal: Ein gesunder Hund verhungert nicht neben einem vollen Napf. Verweigerung ist meist eine Frage der Gewöhnung, nicht des Geschmacks. Was hilft:
- Zurückgehen. Reduziere den neuen Anteil auf ein Maß, das er noch frisst, und steigere langsamer.
- Anwärmen. Handwarmes Futter riecht intensiver. Nie heiß und nie in der Mikrowelle mit Metallanteilen.
- Feste Zeiten. Napf für 15 bis 20 Minuten hinstellen, danach wegnehmen. Kein Dauerangebot.
- Nichts nachlegen. Wer bei Verweigerung sofort etwas Schmackhafteres anbietet, trainiert genau dieses Verhalten.
Frisst dein Hund länger als 24 Stunden gar nichts oder wirkt dabei krank, ist das kein Trotz — dann gehört er untersucht.
Umstellung auf Reico
Für den Wechsel auf Reico gilt genau derselbe Plan. Zwei Punkte, die in der Praxis dazukommen:
- Vorrat einplanen. Reico wird direkt versendet, die Lieferung dauert nach Kundenberichten sechs bis acht Werktage. Für die Umstellung brauchst du beide Futter gleichzeitig — bestell also rechtzeitig, solange vom alten noch genug da ist.
- Sortenwahl. Fang mit einer Sorte an und wechsle nicht gleichzeitig zwischen mehreren. Sonst weißt du bei einer Reaktion nicht, worauf sie sich bezieht. Welche Sorte sinnvoll ist, hängt vom bisherigen Futter ab — dabei helfe ich dir gern.
Reico bietet begleitend Ergänzungsfuttermittel an, die während einer Umstellung eingesetzt werden. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, gehört ins Beratungsgespräch — pauschale Empfehlungen wären hier unseriös, und Wirkversprechen sind bei Futtermitteln ohnehin unzulässig.
Transparenzhinweis: Simone ist offizielle Reico-Vertriebspartnerin. Wenn du nach einer Beratung bestellst, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Häufige Fragen
- Wie lange dauert eine Futterumstellung beim Hund?
- Wir empfehlen die Umstellung langsam über 3 Wochen durchzuführen, damit der Verdauungstrakt Zeit hat, um sich an die neue Zusammensetzung anzupassen.
- Mein Hund hat bei der Umstellung weichen Kot — ist das normal?
- In den ersten Tagen ja. Der Darm stellt sich auf eine andere Zusammensetzung ein, das zeigt sich häufig an weicherem Kot. Halten die Beschwerden länger als drei bis vier Tage an, kommt Blut dazu oder wirkt dein Hund matt, gehört er in die Tierarztpraxis.
- Was tun, wenn mein Hund das neue Futter nicht frisst?
- Langsamer umstellen und den neuen Anteil erst einmal reduzieren. Hilfreich ist außerdem, das Futter leicht anzuwärmen — das verstärkt den Geruch. Nicht hilfreich: ständig neue Sorten anbieten. Damit lernt der Hund, dass Verweigern zu etwas Besserem führt.
- Kann ich von Trocken- auf Nassfutter direkt umstellen?
- Besser schrittweise. Der Wechsel zwischen den Futterarten ist für die Verdauung ein größerer Sprung als ein Sortenwechsel innerhalb derselben Art, weil sich Wassergehalt und Energiedichte stark unterscheiden. Rechne die Mengen neu aus, sonst füttert man leicht zu viel oder zu wenig.
- Muss ich bei jedem Sortenwechsel neu umstellen?
- Innerhalb einer Produktlinie mit ähnlicher Zusammensetzung meist nicht — da genügt oft ein Wechsel von einem Tag auf den anderen. Bei einem Wechsel der Proteinquelle oder der Marke ist die schrittweise Umstellung sinnvoller.
- Wann sollte ich nicht umstellen?
- Während einer akuten Erkrankung, direkt nach einer Operation, bei laufendem Durchfall und in besonders stressigen Phasen wie einem Umzug. Warte, bis dein Hund stabil ist — sonst lässt sich nicht unterscheiden, was vom Futter kommt und was von der Situation.
Umstellung geplant?
Schreib mir, was dein Hund bisher bekommt und wie er verträgt. Dann stellen wir gemeinsam den Plan auf — inklusive der richtigen Menge für das neue Futter.
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