Häufige Fragen
Von Simone Einfeldt und Thomas Nocker · Veröffentlicht 09. September 2026 · Aktualisiert 27. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
29 Fragen, die in der Futterberatung am häufigsten gestellt werden — mit kurzen Antworten und Verweisen auf die ausführlichen Seiten. Wenn deine Frage fehlt, schreib mir; ich ergänze sie.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder akuten Symptomen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Menge und Fütterung
- Wie viel Futter braucht mein Hund pro Tag?
- Das hängt vom Gewicht und der Aktivität ab. Der Erhaltungsbedarf beträgt 0,52 Megajoule mal Körpergewicht hoch 0,75 — für einen 20-Kilo-Hund rund 1.170 Kilokalorien täglich. Die Grammzahl ergibt sich daraus und aus dem Energiegehalt des Futters. Menge berechnen →
- Wie oft am Tag soll ich füttern?
- Zwei Mahlzeiten sind für erwachsene Hunde üblich und sinnvoll — sie verteilen die Menge und senken das Risiko einer Magendrehung gegenüber einer einzigen großen Ration. Welpen brauchen drei bis vier Mahlzeiten.
- Zählen Leckerlis zur Tagesration?
- Ja, und zwar unbedingt. Leckerlis, Kauartikel und Trainingsbelohnungen sollten höchstens etwa zehn Prozent der Tagesenergie ausmachen und werden von der Futtermenge abgezogen. Das ist der häufigste Grund für schleichendes Übergewicht.
- Woran erkenne ich, ob mein Hund zu dick ist?
- Mit den Händen, nicht mit der Waage. Du solltest die Rippen bei leichtem Druck fühlen können, ohne sie zu sehen. Von oben ist eine Taille erkennbar, von der Seite eine ansteigende Bauchlinie.
Futterqualität
- Woran erkenne ich gutes Hundefutter?
- Eine benannte Fleischquelle steht an erster Stelle, idealerweise mit Prozentangabe und aufgeschlüsselten Bestandteilen. Die Zutaten sind einzeln aufgeführt statt in Gruppen. Kein zugesetzter Zucker. Deklaration lesen →
- Was bedeutet „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“?
- Eine zulässige Gruppenbezeichnung. „Fleisch“ meint überwiegend Muskelfleisch, „tierische Nebenerzeugnisse“ umfasst Innereien wie Leber, Lunge und Pansen — rechtlich aber auch minderwertige Bestandteile. Ohne Aufschlüsselung erfährst du nicht, was verarbeitet wurde.
- Ist Nassfutter besser als Trockenfutter?
- Nicht grundsätzlich. Nassfutter hat Vorteile bei der Wasseraufnahme, ist artgerechter und sättigt bei weniger Kalorien, Trockenfutter ist praktischer und günstiger pro Tag. Entscheidend ist die Qualität des Produkts, nicht die Form. Der Vergleich im Detail →
- Ist getreidefreies Futter besser?
- Nur wenn dein Hund Getreide tatsächlich nicht verträgt — und das ist seltener der Fall als das Marketing nahelegt. Allergien richten sich meist gegen tierische Proteine. Getreidefrei ist kein Qualitätsmerkmal an sich.
- Ist teures Futter automatisch besser?
- Nicht automatisch. Was ein Futter kostet, hängt an Rohstoffen, aber auch an Marketing und Vertriebsweg. Aussagekräftiger als die Kosten pro Kilo sind die Kosten pro Tag: Ein hochwertiges, energiedichtes Futter braucht kleinere Portionen.
- Muss ich das Futter regelmäßig wechseln?
- Ständige Wechsel sind nicht nötig. Bewährt hat sich eine Basissorte, die dein Hund gut verträgt, und ein- bis zweimal pro Woche eine andere Sorte mit einer anderen Proteinquelle. So bekommt der Darm Abwechslung, ohne dass die Fütterung unruhig wird. Das gilt natürlich nur, solange dein Hund beides gern frisst und gut verträgt.
Umstellung
- Wie stelle ich das Futter richtig um?
- Über 3 Wochen, indem du den Anteil des neuen Futters jede Woche erhöhst. Umstellungsplan →
- Weicher Kot bei der Umstellung — normal?
- In den ersten Tagen ja. Hält es länger als drei bis vier Tage an, kommt Blut dazu oder wirkt dein Hund matt, gehört er in die Tierarztpraxis.
- Mein Hund frisst das neue Futter nicht. Was tun?
- Den neuen Anteil reduzieren und langsamer steigern, das Futter handwarm anbieten und feste Fütterungszeiten einhalten. Nicht ständig neue Sorten anbieten — damit lernt der Hund, dass Verweigern sich lohnt.
Gesundheit
- Wie erkenne ich eine Futtermittelallergie?
- Typisch ist ganzjähriger Juckreiz ohne saisonales Muster, oft mit Pfotenlecken, wiederkehrenden Ohrenentzündungen und Verdauungsproblemen. Sicherheit bringt nur eine Ausschlussdiät. Symptome und Diagnose →
- Kann man eine Futtermittelallergie per Bluttest feststellen?
- Nein. Blut- und Speicheltests gelten für diese Fragestellung als nicht aussagekräftig — sie schlagen häufig bei Futtermitteln an, die der Hund problemlos verträgt. Der Goldstandard ist die Eliminationsdiät.
- Welche Zutaten lösen am häufigsten Allergien aus?
- Überwiegend tierische Proteine, vor allem Rind, Huhn und Milchprodukte. Der Grund ist nicht die Zutat selbst, sondern die Häufigkeit: Hunde reagieren am ehesten auf das, was sie am längsten gefressen haben.
- Wie lange dauert eine Ausschlussdiät?
- Acht bis zwölf Wochen, danach ein bis zwei Wochen je Zutat für die Provokation. Verdauungssymptome bessern sich oft früher, Hautsymptome brauchen am längsten. Anleitung →
- Kann Futter Krankheiten heilen?
- Nein. Futter ist kein Arzneimittel. Es kann eine Behandlung begleiten, Auslöser vermeiden und den Körper nicht zusätzlich belasten — mehr nicht. Wer anderes verspricht, macht eine unzulässige Aussage.
- Wann muss ich zum Tierarzt?
- Bei blutigem Durchfall, wiederholtem Erbrechen, Atemnot, Schwellungen im Gesicht, aufgeblähtem hartem Bauch, starken Schmerzen, plötzlicher Apathie — und immer, wenn Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten.
Reico
- Was ist Reico?
- Ein Familienunternehmen aus Oberostendorf im Allgäu, gegründet 1992. Das Hundesortiment umfasst 67 Artikel in den Linien Allround, Pura, Cura sowie die Premium-Linie Heimatglück. Für uns gehört Reico zu den besten Naturfuttern für Hunde. Überblick →
- Ist Reico ein Schneeballsystem?
- Nein. Schneeballsysteme sind gesetzlich verboten und dadurch gekennzeichnet, dass vor allem am Anwerben neuer Teilnehmer verdient wird. Bei Reico entsteht der Umsatz aus dem Verkauf an Endkunden, Partner halten kein Warenlager, und Reico ist Mitglied im Bundesverband Direktvertrieb Deutschland. Sachlich erklärt →
- Wo kann ich Reico kaufen?
- Über eine Vertriebspartnerin oder einen Vertriebspartner, nicht im Handel. Nach einem Beratungsgespräch wirst du kostenlos als Kunde angelegt, ohne Mindestabnahme und ohne Abo, und bestellst danach selbst. Ablauf →
- Was kostet die Fütterung mit Reico?
- Das hängt von deinem Hund ab: Entscheidend ist nicht die Packung, sondern die Tagesration. Konkrete Beträge dürfen wir als Vertriebspartner nicht veröffentlichen. In der Beratung rechnen wir dir aus, was die Fütterung deines Hundes pro Tag kostet, damit du fair mit deinem jetzigen Futter vergleichen kannst.
- Ist Reico gutes Hundefutter?
- Ja. Die Nassfutter haben 60 bis 75 Prozent Fleischanteil mit aufgeschlüsselten Bestandteilen, mehrere Trockenfutter sind schonend kaltgepresst, Champion und Olymp mit 43 Prozent Trockenfleisch. Für uns gehört Reico zu den besten Naturfuttern für Hunde. Test und Bewertung Alle Zutaten →
- Welches Reico-Futter passt bei Allergie?
- Wichtig ist eine Proteinquelle, die dein Hund noch nicht kennt. Das können seltene Sorten aus der Cura-Linie wie Pferd oder Känguru sein, aber auch Lamm oder eine andere Sorte, wenn er sie bisher nicht bekommen hat. Dazu passen Snacks aus derselben Tierart. Welche Quelle passt, klären wir anhand seiner Fütterungsgeschichte.
Beratung
- Was kostet die Futterberatung?
- Nichts. Sie ist kostenlos und unverbindlich, du musst nichts bestellen. Beratung anfragen →
- Muss ich danach Reico kaufen?
- Nein. Wenn dein Hund schon ein wirklich gutes Futter bekommt, sage ich dir das ehrlich. Eine Beratung, die immer zum selben Ergebnis kommt, wäre keine Beratung.
- Verdienst du an meiner Bestellung?
- Ja. Ich bin offizielle Reico-Vertriebspartnerin und erhalte eine Provision auf vermittelte Bestellungen. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
- Bist du Tierarzt?
- Nein. Ich bin Hundecoach und Fachberater für Hundeernährung. Diagnosen und Behandlungen gehören in die Tierarztpraxis. Über mich →
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